Singen

Der eigentliche Höhepunkt folgt am zweiten Tag, dem 5. Jänner. Den Reigen eröffnet der Guckkastenmann mit allerlei Getier, der dem Rauhnachtstross vorauseilt. Das richtige Ritual eröffnet der "Platzmacher", der in den Bauernstuben dafür sorgt, dass genügend Platz für die Spieler ist. Dann kommen sie der Reihe nach: Der Vorausgeher, Sterntreiber, Hans von Fesastadt, Krapfentrager, Fleischnazl, Lippl mit Pfeiferlbuam. Alle diese Gestalten treten mit eigenen Sprüchen ins Rampenlicht, erst dann wird gemeinsam das eigentliche Rauhnachtlied gesungen, dass den Hausbewohnern Glück verheißt. Ein weiterer lustiger Höhepunkt ist das "Zusammengeben" eines Brautpaares durch den "Schulmeister", der seine blumige Ausdrucksweise immer wieder ändert und daher für Überraschungen und witzige Einlagen sorgt. 
Der Lohn der Spieler besteht aus Krapfen und Fleisch, vor allem aber aus Trinkgeld. Dann verlassen die Sänger und ihr Gefolge die Stube und werden von den "Zitherern" abgelöst, die mit einigen "G`stanzln" die Hausgemeinschaft belustigen und dafür ebenfalls "entlohnt" werden. Mittlerweile treiben die bösen Gestalten wie die "Teufeln" und das "Harfennandl" auf den Straßen ihr Unwesen und tragen so zur guten Stimmung unter dem Publikum bei.